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Franchise-Journal

Interviews aus dem Franchising

Wertschätzung – Grundstein für die Nachhaltigkeit

ISOTEC ist der Spezialist für die Sanierung von Feuchtigkeits- und Schimmelschäden an Gebäuden und liefert höchste Qualität. Als kundenorientiertes Dienstleistungsunternehmen bietet es Kunden die Sicherheit für ein dauerhaft trockenes zu Hause und gesundes Wohnen. Als Leitsatz gilt: "1x ISOTEC - immer Sicherheit!" Lesen Sie folgend, wie sich Horst Becker, Franchise-Geber und CEO von ISOTEC im Interview mit Prof. Veronika Bellone, Bellone FRANCHISE CONSULTING der aktuellen Greenfranchise-Thematik stellt.


Veronika Bellone: Ist Ihnen der Begriff Greenfranchising bekannt? Was assoziieren Sie damit?

Horst Becker: Der Begriff ist mir per Definition nicht bekannt, aber ich assoziiere damit eine ökologische, nachhaltige Entwicklung von Franchise-Systemen. Im Einklang mit der Natur sein und mindestens Bestandswahrung.


Veronika Bellone: Allein das wäre schon ein ehrgeiziges, aber notwendiges Unterfangen, um unsere Umwelt „enkeltauglich“ zu machen. Ihre Assoziationen charakterisieren Greenfranchising sehr anschaulich – insbesondere wenn wir die nachhaltige Entwicklung betrachten, die dann auch die soziale und ökonomische Ebene einbezieht.

Inwieweit engagiert sich ISOTEC im Bereich Nachhaltigkeit (ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit)?

Horst Becker: Bei uns fängt Nachhaltigkeit bereits bei unserer Kernkompetenz der Feuchtigkeitssanierung an. Wir verwenden umweltfreundliches und gesundheitsschonendes Paraffin, d.h., unser Isotec-Paraffin kommt ganz ohne schädlich-chemische und flüchtige Bestandteile aus. Es entspricht sogar den Vorgaben des Lebensmittelgesetzes und wird beispielsweise in Heilsalben eingesetzt.

Aber abgesehen von unserem Kernprodukt, ist Nachhaltigkeit bei uns fest verankert und drückt sich in unserem gelebten Leitbild aus. Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt. Ob Franchise-Partner, Mitarbeitende, Kunden, Lieferanten – wir wollen im Sinne des nachhaltigen Wirkens mit unserem sozialen Umfeld im Einklang sein. Das heißt, dass vordergründig Wertschätzung und langfristige Perspektiven zählen und nicht kurzfristiger Profit. Ökonomischer Gewinn ergibt sich, wenn auch alles andere stimmt. Ich habe kürzlich eine Studie gelesen, die Unternehmen mit einer über 200jährigen Erfolgsgeschichte vorgestellt hat. Wissen Sie, worin der gemeinsame Nenner des Erfolges besteht? In der menschlichen Wertegemeinschaft. Für all diese Unternehmen ist der Mensch im Vordergrund ihres Wirkens.


Veronika Bellone: Sie haben heute über 70 Franchise-Partner/innen und sind in vier Ländern präsent. Wie etablieren Sie Ihre Wertekultur? Welche Maßnahmen setzen Sie dafür ein?

Horst Becker: Das fängt bei einer entsprechenden Auswahl der Partner/innen an. Sie müssen sich mit unserer Linie identifizieren, d.h. unter anderem, dass sie sich als Teil des Teams betrachten müssen. Wie in einem Sportteam wird bei uns der persönliche Eigennutz zu Gunsten des Gemeinschaftsgeistes zurückgestellt. Letztendlich bringt das die ganze Franchise-Gruppe weiter und die Marke voran, was wiederum allen dient. Zuviel egozentriertes Denken und Handeln vergiftet nicht nur das Unternehmensklima, es schadet dem Gemeinwohl insgesamt. Gemeinschaftlich erlebte Erfolge potenzieren sich. Ebenso wie gemeinschaftlich erlebte Niederlagen dazu veranlassen, sprichwörtlich „die Köpfe zusammen zu stecken“ und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Unsere nachhaltige Wertekultur reicht bis hin zu frühzeitig geplanten Nachfolgelösungen, die wir gemeinsam mit unseren Franchise-Partnern suchen.

Unser ganzheitliches Denken bindet genauso unsere Mitarbeiter bei den Franchise-Partner/innen ein und wird z.B. mit einem jährlich ausgeschriebenen Mitarbeiter/innen-Preis belohnt, aber auch mit übertariflicher Bezahlung.


Veronika Bellone: Ihr Sinnbild der Sportmannschaft kommt nicht von ungefähr. Sie selbst haben als Heranwachsender im Fußballverein Orientierung und Wertschätzung gefunden. Das wollen Sie heute auch anderen Kindern und Jugendlichen weitergeben. Was tun Sie genau?

Horst Becker: Ich bin im Verwaltungsrat des Fußballvereins Bergisch Gladbach09 und engagiere mich dort vor allem für die Jungmannschaften. Es scheint mir heute wichtiger denn je, dass Kinder und Jugendliche Halt finden und sich über den Teamgeist vieles an Aggressionen positiv umleiten lässt.


Veronika Bellone: Wenn es um Netzwerk und Gemeinschaft geht, dann bildet auch der Deutsche Franchise Verband eine solide Plattform für Franchise-Geber und –Interessierte. Sie engagieren sich dort seit 10 Jahren und unterstützen als DFV-Vize-Präsident unter anderem die Weiterentwicklung und positive Imagebildung des Franchisings in Deutschland. Was hat Sie dazu bewogen?

Horst Becker: Ich habe durch den Verband als damals „frisch gebackener“ Franchise-Geber sehr viel Unterstützung erfahren. Ähnlich dem, was wir als Franchise-Geber unseren Partnern und Partnerinnen an konzeptionellem Know-how weitergeben, habe auch ich von den Erfahrungen der Verbandsmitglieder profitieren können und konnte von anderen viel lernen. Heute werden unsere Impulse wiederum den neuen System-Gebern vermittelt. 

      
Veronika Bellone: Sie haben bereits mehrere Auszeichnungen für Ihr unternehmerisches Engagement erhalten, so z.B. den Franchisegeber-¬Preis, den Franchise-¬Gründer¬-Preis und Sie waren schon Gewinner der Franchise¬-Nehmer¬-Zufrieden-heitsanalyse, die alljährlich vom DFV in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Centrum für Franchising und Cooperation (F&C) durchgeführt wird. Das spricht für sich bzw. für Ihr nachhaltiges Engagement. Was halten Sie davon, einen Green Franchise Award für besonders innovative Leistungen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit zu vergeben? Wir konzipieren derzeit diesen Award mit Schützenhilfe der Franchise-Verbände.
 
Horst Becker: Das finde ich äußerst interessant und notwendig. Nachhaltigkeit ist das Thema, das unsere Gegenwart und Zukunft bestimmt. Eine Auszeichnung kann das Ganze nur anspornen. Wichtig scheint mir in diesem Zusammenhang, dass Innovation nur einen Teilaspekt der Nachhaltigkeit darstellt. Denn Nachhaltigkeit bedeutet einen ganzheitlichen Ansatz schaffen, der generationenübergreifend den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Dann schließt sich in meinen Augen wieder der Kreis.


Veronika Bellone: Vielen Dank für das interessante und persönliche Gespräch. Wir würden uns freuen, wenn wir Sie im Rahmen der Green Franchise Award-Verleihung begrüßen dürfen. 

 

18.01.2011 ©copyright Veronika Bellone

Das Interview ist Teil des Virtuellen Messestands im FranchisePORTAL.

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