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Bereits am 1. Juli 1958 trat in Deutschland das Gesetz zur Gleichberechtigung von Mann und Frau in Kraft – auch wenn die damals lebenden deutschen Bürgerinnen davon noch nicht allzu viel gemerkt haben dürften. 50 Jahre später ist der Verdienst von Frauen in Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren nochmals gesunken. Europaweit ist in Deutschland die Ungleichheit bei der Bezahlung von Frauen und Männern am größten.
Für viele Frauen ist diese Ungerechtigkeit ein wichtiger Beweggrund sich selbstständig zu machen. Die eigene Chefin zu sein und genau zu wissen wie viel Geld die geleistete Arbeit wert ist, macht den Weg in die Selbstständigkeit genauso attraktiv, wie die Aussicht auf eine gesunde Work-Life-Balance; zu deutsch: Arbeit und Leben in Einklang bringen. Mit einem eigenen Unternehmen sinkt das Arbeitspensum nicht unbedingt, aber die Konditionen werden selbst bestimmt. Im Hinblick auf Familie und Kinder ein nicht unbedeutender Aspekt für potentielle Gründerinnen. Ein weiterer Grund, der den Weg in die Selbstständigkeit nahe legt, sind die Bedingungen mit denen Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf rechnen müssen. Oftmals sind Halbzeitjobs – auch wenn sie nicht gewünscht sind – und Arbeiten mit weniger Anspruch, das einzige Angebot. Eine Lohnsenkung folgt dann auf dem Fuße. Die Verbindung von Karriere und Familiengründung scheint für viele Arbeitgeber leider immer noch ein Widerspruch per se zu sein.