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Die Mär vom ultimativen Franchise-Handbuch
(Frau Mag. Michaela Jung, SYNCON International Franchise Consultants)
Ein Franchise-System besteht aus den Komponenten Vertriebsmethode (Außenverhältnis) und Organisationsform (Innenverhältnis).
Als Vertriebsmethode arbeitet das Franchising insbesondere mit drei
Elementen, und zwar:
Ein Wettbewerbsvorsprung muss immer gegeben sein. Er
kann allerdings unterschiedlicher Art sein. Es können neue Produkte, neue
Problemlösungen, ein hoher Rationalisierungsgrad, ein horizontal arbeitsteiliges
Netzwerk oder ein besonders erfolgreiches Marketingkonzept sein. In der Regel
ist es eine Kombination. Auf jeden Fall muß der Franchise-Geber
seinen Franchise-Nehmern etwas bieten, was die Erfolgschancen der
Franchise-Nehmer erhöht und was diese nur beim Franchise-Geber erhalten können.
Dies ist die Voraussetzung dafür, daß die Franchise-Nehmer bereit sind, sich in
ein straff geführtes Vertriebssystem einzugliedern.
Franchise-Systeme arbeiten in hohem Maße mit immateriellen
Erfolgsfaktoren, insbesondere mit einem starken Image, verbunden mit
einem hohen Bekanntheitsgrad. Die Franchise-Konzeption ist darauf ausgerichtet,
diese immateriellen Faktoren zu schaffen, zu nutzen und zu verstärken.
Die Instrumente hierfür sind ein attraktives
Erscheinungsbild, systematisches und geplantes Handeln, koordiniertes Auftreten,
ständige Qualitätskontrolle und vor allem die gemeinsame Marke.
Grundprinzip des Erfolgs von Franchise-Systemen ist der
Multiplikatoreffekt. Eine erfolgreich erprobte Marketingkonzeption wird durch
Lizenzgewährung multipliziert. Daraus resultiert zwangsläufig ein
Expansionstrend. Franchise-Systeme tendieren aufgrund
systemimmanenter Wachstumseffekte zu überregionaler Verbreitung.
Die Organisationsform des Franchising ist im
Wesentlichen durch zwei Elemente gekennzeichnet: die vertikale Kooperation bei
gleichzeitiger straffen Organisation.
Franchise-Systeme sind grundsätzliche vertikale Systeme.
Jeder spezialisiert sich auf das, was er am besten erledigen kann. Alle
Aktivitäten sind vertriebsorientiert. Die eigentliche Aufgabe des
Franchise-Nehmers ist die Erschließung seines Marktpotentials und die Betreuung
seiner Kunden. Nebenfunktionen werden in größtmöglichem Maß auf den
Franchise-Geber verlagert.
Franchise-Systeme sind straff organisiert. Die Autorität des
Franchise-Gebers beruht auf seiner Funktion als Vorbild und auf seinen
Leistungen zur Unterstützung der Franchise-Nehmer im Wettbewerb.
Organisationsstrukturen und Verträge allein können die zur Führung eines
straffen Systems notwendige Autorität nicht begründen. Erforderlich sind darüber
hinaus Weisungs- und Kontrollsysteme, ein differenziertes Kommunikationssystem
und eine klare Regelung interner Leistungen.
„Die Marke Jones steht seit 1972 für den Vertrieb von hochwertiger,
moderner Damen-Mode. Durch die vielen Anfragen von potentiellen
Franchise-Nehmern entstand eine Sog-Wirkung und wir mussten mit diesem Tempo
Schritt halten bzw. den Franchise-Nehmern immer um mindestens einen Schritt
voraus sein.
Die Entwicklung des Franchise-Handbuches im externen Projektmanagement half dabei. Das Ergebnis ist ein exklusiver Ringordner, in dem Kapitel für Kapitel das Know-how – das „gewusst wie“ von Jones niedergeschrieben ist. Der zukünftige Franchise-Nehmer spürt, wenn er das Handbuch in Händen hält, dass Jones kein Franchise-System ohne Inhalt ist, sondern im Gegenteil mit viel „Gewicht“. Und diese „schwerwiegenden“ Inhalte sind fixer Bestandteil der Grundausbildung bei Jones. So stellen wir sicher, dass alle Franchise-Nehmer auf demselben Informationsniveau miteinander arbeiten und das gesamte Netzwerk eine Zielrichtung anstrebt: den Erfolg von Jones, durch den Erfolg eines jeden Franchise-Nehmers.“ www.jones.at
Quelle: Michaela Jung, SYNCON International Franchise Consultants
Mag. Michaela Jung
SYNCON International Franchise
Consultants
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45-12
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