5/21/2019

Ausverkauf der deutschen Lieferdienst-Franchisesysteme geht weiter: US-Riese Papa John's kauft regionalen Player Uno Pizza

Der weltweit aktive Lieferdienst-Riese Domino’s Pizza hat es vorgemacht: Nachdem es dem Unternehmen über Jahre hinweg nicht gelungen war, in Deutschland Fuß zu fassen, kaufte Domino’s zunächst den bis dahin marktführenden Lieferdienst Joey’s Pizza und wenig später die Nummer 2 Hallo Pizza. Jetzt hat sich auch der US-Riese Papa John's für den Markteintritt per Übernahme entschieden.

Bereits vor rund einem Jahr hatte ein Papa John’s-Sprecher angekündigt, in Deutschland aktiv werden zu wollen. Der Ankündigung folgten nun Taten. Wie das Fachportal Food Service berichtet, übernimmt ein Tochterunternehmen des russischen Master-Franchise-Partners PJ Western das mit 14 Standorten in Halle, Leipzig, Merseburg und Magdeburg aktive Franchise-System Uno Pizza. In fünf bis sieben Jahren will die PJ Germany rund 250 Papa John’s-Standorte in Deutschland etablieren. Weltweit zählt die Kette rund 5.000 Standorte in knapp 50 Ländern.

Wachstum im Ausland, Probleme im Inland

Das 1985 gegründete Unternehmen wächst seit Jahren vor allem im Ausland: Allein in den vergangenen drei Jahren vollzog Papa John’s den Markteintritt in 13 neuen Ländern, unter anderem in Israel, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Polen und nun auch in Deutschland. Erst im April 2019 feierte der Pizza-Riese die Eröffnung des 2000. Standorts außerhalb Nordamerikas: in Moskau. In den USA hatte Papa John’s im ersten Quartal 2019 einen Umsatzrückgang in Höhe von 6,9 Prozent zu verzeichnen. International gab es ein Minus von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den USA hat Papa John’s zudem mit hohem Konkurrenz- und Kostendruck und zu niedrigen Einnahmen der Franchise-Partner zu kämpfen.

Gründer hat schlechtes Image bewirkt

Unabhängig von der Qualität der Pizza dürfte vielen deutschen Kunden das Gebaren des Unternehmensgründers John Schnatter missfallen: Wie der Focus berichtet, sprach sich Schnatter in den USA nicht nur gegen eine allgemeine Krankenversicherung aus und unterstützte Donald Trump. Auch sexuelle Belästigung sei ihm mehrfach vorgeworfen worden. Seinen Job als Aufsichtsratschef bei Papa John’s verlor er erst vor Kurzem. Hintergrund war der Vorwurf,  rassistische Ausdrücke verwendet zu haben. (red)

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Nachrichten-Redaktion
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