06.12.2018

Franchise-Gastronomiesystem Vapiano senkt Umsatz- und Gewinnprognose für 2018

Die Umsätze des Franchise-Systems Vapiano sind nach einem positiven Jahresauftakt 2018 in den vergangenen Monaten stetig zurückgegangen. Anfang Dezember hat das Unternehmen nun Konsequenzen gezogen: CEO Jochen Halfmann verlässt das Unternehmen, berichtet die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AGHZ). Neuer Chef ist seit dem 1. Dezember Cornelius Everke. Zudem hat das Unternehmen seine Umsatz- und Gewinnprognosen nochmals nach unten korrigiert.

Seit Ende Juni 2017 ist das Restaurant-Konzept an der Börse - ein Schritt, mit dem das Unternehmen vor allem das internationale Wachstum anzukurbeln wollte. Doch die Entwicklung ist seitdem schwierig, wie die Geschäftszahlen für die ersten neun Monate zeigen, die Vapiano veröffentlicht hat. Zwar ist der Konzernumsatz um 15,0 Prozent auf 271,4 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, vor allem aufgrund von Restaurant-Neueröffnungen und Unternehmenskäufen in Österreich, Australien und Deutschland. Jedoch war der Umsatz auf vergleichbarer Fläche mit minus 0,3 Prozent leicht rückläufig. Der flächenbereinigte Umsatz im Segment Deutschland ist um 1,2 Prozent gewachsen, im Rest der Welt um 0,3 Prozent. Das konnte die negative Entwicklung des europäischen Umsatzes von minus 1,9 Prozent jedoch nicht ausgleichen. Daher erwartet Vapiano für 2018 insgesamt lediglich einen Nettoumsatz von 375 bis 385 Millionen Euro statt 385 bis 400 Millionen. Der bereinigte operative Gewinn soll dann bei 34 bis 38 Millionen Euro statt bei den ursprünglich erwarteten 42 bis 47 Millionen Euro liegen.

Vapiano eröffnete nach eigenen Angaben in den ersten neun Monaten 2018 weltweit 18 Restaurants. 13 der neu eröffneten Restaurants sind Corporate und Joint Venture Restaurants, fünf Restaurants werden durch Franchisenehmer betrieben. Zum 30. September gehörten damit 220 Restaurants in 33 Ländern zur Kette. Für das Wachstum etwa auf dem polnischen Markt hat das Unternehmen einen neuen Groß-Franchisenehmer gewonnen: Seit dem 1. November ist die Rosinter Group neuer Franchisepartner von Vapiano in Polen. Die Gruppe hat den Betrieb von drei Restaurants in Breslau und Warschau übernommen. Zehn weitere Restaurants sollen folgen, wie das Onlineportal Food-service.de berichtet.

Vapiano setzt auf mediterrane Gerichte wie Pizza und Pasta, die frisch vor den Augen des Gastes zubereitet werden. Bestellt wird direkt bei den Köchen, abgerechnet wird mit einem Chipkartensystem beim Verlassen des Restaurants. An 120 Standorten in 16 Ländern bietet das Restaurant-Konzept zudem auch einen Take Away- und Home Delivery-Service. (red.)

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Nachrichten-Redaktion
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