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Ratgeber
für Franchise-Interessierte

Bestehende Unternehmen als potentielle Franchise-Nehmer

Derzeit gehen die Existenzgründungen in Deutschland merklich zurück. Das liegt zum einen natürlich an der guten Wirtschaftslage, die Deutschland gerade im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern genießen kann. Wer einen sicheren Arbeitsplatz hat, den drängt es einfach nicht so stark in die Selbstständigkeit. Zum anderen spielen politische Entscheidungen, wie die drastische Kürzung des Existenzgründungszuschusses oder die anstehende Pflichtversicherung für Selbstständige eine Rolle bei Gründungshemmungen.

Trend: Bestehende unabhängige Unternehmen als potentielle Franchise-Partner

Die Franchise-Branche konzentriert sich naturgemäß sehr auf Existenzgründer und bei diesen gerne auch auf Quereinsteiger. Doch nicht nur Gründer, sondern auch bestehende Unternehmen können sich unter gewissen Umständen und Voraussetzungen Franchise-Systemen anschließen. Die Vor- und Nachteile einer solchen geschäftlichen Bindung sind natürlich individuell abzuwägen – sowohl für den potentiellen Franchise-Nehmer, wie auch für den Franchise-Geber.

Sicherlich gibt es Branchen, bei denen sich eine Franchise-Kooperation schwierig gestalten könnte. Nimmt man das Beispiel eines Bäckermeisters, der sich einem SB-Backshop-System anschließen möchte, kann man das Konfliktpotential erahnen. Doch erstens gibt es auch hier Ausnahmen und zweitens gibt es eine ganze Reihe Branchen , die von Franchise-Partnerschaften mit starken Marken profitieren könnten. Diesen Gedanken haben wir in den folgenden Beiträgen auf verschiedene Art und Weise aufgegriffen.

Vorteile für Unternehmen, die sich einem Franchise-System anschließen

Es gibt eine ganze Reihe von Vorteilen für bestehende Unternehmen, die sich einem Franchise-System anschließen – vorausgesetzt, dass ein paar grundlegende Voraussetzungen erfüllt sind. Einen großen Pluspunkt für ein Unternehmen, kann die bekannte Marke eines Franchise-Systems darstellen. Alleine die Assoziation mit einer bekannten und beliebten Marke kann deutliche Vorteile am lokalen Markt schaffen und der Kundengewinnung dienen. Der Wiedererkennungseffekt beim Kunden schafft Vertrauen in die angebotenen Dienstleistungen beziehungsweise Produkte. So kann jeder Franchise-Partner von anderen Franchise-Partnern, die einen guten Job gemacht haben und den Kunden überzeugt haben, profitieren.

Auch durch den offenen Austausch mit der Zentrale und den anderen Franchise-Partnern können Unternehmen gewinnen. Schließlich ist man hier unter Gleichgesinnten, nicht unter Konkurrenten. Fehler, die anderen passiert sind, muss man so nicht erst selbst machen, oder bekommt gleich Lösungen an die Hand. Zudem kommt ein gemeinsamer Einkauf vielen Franchise-Partnern zu Gute: Die Einkaufsvorteile gegenüber auf sich allein gestellten Unternehmen liegen nicht selten bei 20 Prozent.

Gut organisierte und breit aufgestellte Franchise-Zentralen können zudem eine echte Entlastung für Unternehmer darstellen. Die Zentralen kümmern sich um die Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen und auch professionelles Marketing. Manche Systeme bieten ihren Partnern sogar Back-Office-Lösungen an. Das alles hat unter anderem den Effekt, dass sich die Franchise-Partner verstärkt auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren können. Davon profitieren sowohl die Partner, die Kunden als auch die Marke. Auch die festen Abläufe im Unternehmen und gewisse Richtlinien schaffen Raum und Zeit für andere Aufgaben, wie für den aktiven Vertrieb.

Weitere Leistungen von Franchise-Gebern für ihre Partner sind zum Beispiel die Marktforschung und der Auftritt im Internet . Zwei Bereiche, die sehr zeitintensiv sind und eine Mange fachliches Know-how verlangen. Hier können Franchise-Partner klar und ohne eigene Anstrengungen profitieren. Viele Systeme leiten beispielsweise Kunden von der Website aus regional an den entsprechenden Partner weiter. 

Was es für Unternehmen zuvor zu bedenken gibt…

Bestehende Unternehmen müssen sich vor Vertrags-Abschluss mit einem Franchise-System noch intensiver als der klassische Existenzgründer damit auseinandersetzen, ob Franchising wirklich für sie in Frage kommt . Denn trotz aller Vorteile, die der Anschluss an eine bekannte Marke haben kann, ist auch offensichtlich, dass man nicht mehr so frei über sein Unternehmen entscheiden kann, wie zuvor. Ein gewisses Umdenken in manchen Bereichen ist zwingend notwendig, wenn die Kooperation funktionieren soll.

Unternehmer, die zum Beispiel einen sehr persönlichen Bezug oder eine ausgeprägte Leidenschaft für ihre Produkte haben, könnten Vorgaben eines Franchise-Systems   als unterdrückend, wenn nicht gar als falsch empfinden. Ein Beispiel: Wenn der eingangs erwähnte Bäckermeister ein Brot backen will, tut er das so, wie er es für richtig hält und wie er es gelernt hat. Sagt ihm dann sein Franchise-Geber, dass er das so nicht mehr darf, sondern alleine die vorgegebenen Rezepte eins zu eins umsetzen darf, ist es wahrscheinlich, dass der Franchise-Nehmer unzufrieden ist.

Unternehmen, die sich einem Franchise-System anschließen, sollten dies in dem vollen Bewusstsein aller Vor- und Nachteile tun. Einige Branchen eignen sich für den Anschluss an ein Franchise-System mehr, als andere. Typische Beispiele für sehr gängige Übergänge von einzelnen Unternehmen zu einem Franchise-System, sind die Hotellerie oder Immobilienmakler -Systeme.

Franchisegeber-Perspektive: Bestehende Unternehmen ins Franchise-System eingliedern?

Ob Franchise-Systeme die Integration bestehender Unternehmen in ihr System befürworten sollten, hängt stark von der Einstellung des Franchise-Gebers ab. Wer prinzipiell auf Quereinsteiger setzt und quasi eine „leere Seite“ mit dem eigenen Know-how „beschriften“ will, für den ist die Integration bestehender Unternehmen nicht sinnvoll. Wer allerdings bereit ist, den Unternehmern auf Augenhöhe zu begegnen und sie als gestandene Unternehmer anzuerkennen, kann im Umkehrschluss sicher auch von dem Know-how profitieren , das diese Unternehmer in ein Franchise-System mitbringen könnten.

Weiterer Pluspunkt für die Eingliederung bestehender Unternehmen in Franchise-Systeme aus Franchise-Geber-Sicht, ist zum Beispiel der geringe Finanzierungsbedarf der so gewonnenen Partner. Bei einem bestehenden Betrieb, der nur noch den Vorgaben des Franchise-Systems angepasst werden muss, ist ein deutlich schnellerer Start unter neuer Marke möglich, als das bei Existenzgründern der Fall ist. Zudem haben Unternehmer, die ihren Betrieb schon einige Jahre erfolgreich geführt haben, bereits bewiesen, dass sie als Unternehmer taugen und somit verlässliche Geschäftspartner sein können.

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