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Burnout und Stress in der Gründungsphase - Tipps zur Bewältigung

Für Gründer gleicht die Arbeitswoche einem Kampf gegen Windmühlen: früh im Büro, spät am Abend zuhause, in der Zwischenzeit stapeln sich die Aufgaben auf dem Schreibtisch sogar noch weiter. Aus dem Stress kann sich schleichend ein vollwertiges Burnout entwickeln. Wenn nicht rechtzeitig richtig Gegensteuer gegeben wird, bis hin zum Zusammenbruch oder chronischer Krankheitssymptomatik wie Schlaf-, Angst-,Herz-, Kreislauf-, Magen- oder Darmstörungen und dergleichen mehr.

Gründer sind besonders gefährdet

In der ersten Phase der Selbständigkeit mehren sich die Aufgaben für Gründer zusehends. Das Start-Up wird in den Vordergrund gestellt, da gibt es viel zu tun, auch als Franchisenehmer. Die Folgen sind lange Arbeitstage und -wochen, gepaart mit der unternehmerischen Verantwortung und dem Risiko, das aus dieser wächst. Um den beruflichen Erfolg voranzutreiben, begeben sich viele Existenzgründer bewusst und gewillt in diese Stresssituation. Teilweise geschieht das aber auch ganz unbewusst, man überschätzt sich und seine Leistungsfähigkeit, meint den Stress aushalten zu können. Kurz: Man blickt konsequent nach vorn, ohne stetig für die geeignete Erholung zu sorgen, die davor schützt auszubrennen.

Das Trickreiche ist nämlich, dass der Prozess schleichend und unbemerkt hinter den Kulissen des Alltagsbewusstseins vor sich geht. Immer mehr Energiefresser saugen im Untergrund die Energie ab. Man ertappt sich zunächst vielleicht manchmal dabei, etwas dünnhäutiger zu sein, irgendwann später dann möglicherweise zusehends genervter zu reagieren. Der Alltag in Beruf und Privatleben gestaltet sich unmerklich anspruchsvoller. Der Schlaf kann leichter werden. Vieles fällt einem nicht mehr ganz so leicht wie früher. Es fällt schwerer am Abend abzuschalten. Die Gedanken kreisen weiter. Man ist in der Freizeit weniger bei der Sache. Wird möglicherweise ungeduldiger. Hat weniger Nerven zur Erledigung der Alltagsdinge und schleichend dann irgendwann auch für Freunde und Beziehungspartner.

Aber wirkliche Risse bekommt diese ganze Fassade erst dann, wenn die eigenen Akkus dann tatsächlich bereits bei 0% angelangt sind. Der Stress hat mehr und mehr die Überhand gewonnen, Körper und Geist finden keine Ruhe und Erholung mehr.

Der langjährig erfahrene Burnout-Experte, anerkannte Psychotherapeut und Coach Dr. Manfred Kölsch in Zürich kennt dieses Problem mit allen seinen Facetten. Wenn sich die immer weiter entwickelnde Leidenschaft und Leistungsfähigkeit, das eigene Talent sich sich bereits Schritt für Schritt zu einer gesundheitlichen Belastung oder gar zu manifesten Krankheitssymptomen gewandelt haben, spätestens dann ist höchste Zeit, dass nun das Richtige passiert. Soweit sollte es idealerweise aber gar nicht erst kommen. Es gibt heute bestes Know-How und viele praktische Vorbeugungsmittel. Jeder Gründer müssen ihrem Geist und Körper kontinuierlich Entlastung schaffen. Jeder muss das herausfinden , wie er weniger Energie verliert und den eigenen Akku wieder auflädt. Der wirkliche Erfolg aller Gründer steht und fällt mit dem erfahrungsbezogenen Lernen im Alltag für das eigene Gefühlsleben und Wohlergehen selber Verantwortung zu übernehmen. Und da kann man Vieles tun. Dafür hat Dr. Manfred Kölsch eine Vielzahl von Tools entwickelt.

Burnout-Fälle sind immer häufiger geworden

Früher wurde Burnout noch ein wenig belächelt. Wenn überhaupt, galt es als "Managerkrankheit", die Gründer kleiner Firmen, Freiberufler oder Arbeitnehmer gar nicht treffen kann. Heute ist Burnout nicht nur eine anerkannte Erkrankung, zugleich häufen sich die Fälle zusehends. Der Begriff selbst bezeichnet chronische Erschöpfungszustände, die wiederum aus dauerhaftem Stress und anhaltender Belastung resultieren.

Die Akkus werden dabei kontinuierlich entleert. Von den ehemals 100% gehen den Arbeitstag über schnell 20% verloren. Bei einer 80-Stunden-Woche natürlich entsprechend mehr. Zum Auslöser für Burnout wird das aber erst dann, wenn die Ruhephasen zur Regeneration fehlen. Die Nächte werden kürzer, der entspannte Feierabend bleibt aus, am Wochenende wird immer häufiger einfach weitergearbeitet. So gewinnt der Stress die Überhand, der Körper ist nicht mehr in der Lage einen Ausgleich zu finden und sich zu regenerieren. Das geht nur so lange gut, wie der Körper diese Belastung mit erschöpften Energiespeichern aushält.

Die Folgen von Burnout sind weitreichend, sie reichen von Stimmungsschwankungen, über Verdauungsprobleme und Schlafprobleme bis hin zu Unkonzentriertheit. Im schlimmsten Fall verweigert der Körper seinen Dienst vollständig. Ist keinerlei Energie mehr vorhanden, während der tägliche Stress wie ein Klavier auf den Schultern hängt, zieht er stellvertretend die Reissleine.

Entlastung muss her - Tipps gegen Burnout und zur Prävention

Burnout gegenzusteuern ist auch eine Frage der Gewohnheit. Insbesondere in der Gründungsphase wird sich Stress nie vollends vermeiden lassen. Die ersten Finanzierungsrunden überstehen, organisatorische und operative Aufgaben stemmen und zeitgleich die vielen kleinen Zahnräder in Gang zu setzen, ist zwangsweise mit einer Belastung verbunden. Wichtig ist deshalb, dem Körper Ruhephasen und Ausgleiche zu schaffen. Die nachfolgenden Tipps lassen sich sogar von Gründern umsetzen und können dabei helfen, ein Burnout gar nicht erst zum Problem werden zu lassen.

Viel arbeiten heisst nicht, clever zu arbeiten

Wer bis zu 80 Stunden in der Woche im Büro verbringt, arbeitet ohne Zweifel viel. Die Frage, die sich jeder Gründer stellen muss, ist ob man auch weiterhin clever arbeitet. In den USA ist das Sprichwort "Work smart, not hard" weitverbreitet - insbesondere unter Arbeitnehmern. Auf Gründer lässt sich das aber genauso übertragen.

Der Mensch ist, egal wie engagiert und eifrig er zu Werke geht, nicht dafür gemacht, jeden Tag bis zu 12 oder mehr Stunden Leistung zu erbringen. Aus langen Arbeitstagen, Übermüdung und Stress können Fehler entstehen, die Produktivität nimmt nach acht Stunden kontinuierlich ab. Gründer sollten sich daher konsequent die Frage stellen, welche Aufgaben tatsächlich die eigene Aufmerksamkeit einfordern. Mitunter ist es sinnvoller, diese extern oder an das eigene Team auszulagern. Eine Effizienzsteigerung der eigenen Arbeit ist ebenfalls ein möglicher Weg: dann reduziert sich die Arbeitszeit, während Leistung und Ergebnisse konstant bleiben.

Ausgleiche schaffen

Selbst wenn die Arbeit Spass macht und ein ehrgeiziges Ziel verfolgt wird: Hobbys und Freizeit gehören zum Leben dazu. Niemandem ist geholfen, wenn man wortwörtlich nur noch "für die Arbeit lebt". Geist und Körper benötigen Abstand und Ausgleiche. Sport ist dann immer eine Option. Selbst wenn die Energiespeicher kurzfristig ausgepowert werden, füllen sie sich anschliessend umso schneller wieder. Zugleich bleiben Gründer körperlich fit und arbeiten abseits des Unternehmens an eigenen Zielen.

In vielen Sportarten lassen sich Erfolge feiern und Anreize schaffen. Teilweise können Hobbys oder Sportarten sogar unmittelbar auf die Gründungsphase übertragen werden. Da Gelerntes und angeeignete Philosophien später im Büro umzusetzen, wäre so sogar noch für das operative Geschäft vorteilhaft.

Pausen gehören zur Arbeit

Der Gesetzgeber verordnet nicht grundlos Pausen für Arbeitnehmer. Pausen sind gewissermassen eine Art Selbstschutz, das haben wir schon in der Schule gelernt, wo ebenfalls Pausen zwischen den Schulstunden lagen. Später, im Arbeitsalltag, werden diese als Gründer gern hintenangestellt. Selbst wenn längere Urlaube zeitlich und organisatorisch in der Gründungsphase nicht zu bewerkstelligen sind, kann sich jeder Gründer kurze Auszeiten nehmen. Aber auch schon während langer Arbeitstage sind unzählige Mikropausen extrem hilfreich: Ans Fenster gehen und dieses kurz öffnen, Kaffee holen, kurz dehnen, immer wieder zwischendurch bewegen und dergleichen mehr. Es geht darum, nicht in den langen Tunnel ohne Licht am Ende abzutauchen – oder immer wieder für Sekunden und Minuten daraus aufzutauchen.

Eine Stunde ein gutes Buch lesen, 30 Minuten entspannt im nahgelegenen Park verbringen oder mit Freunden zum Mittag ins Restaurant, sind nur einige der vielen Möglichkeiten. Wichtig ist, dass eine mentale und physische Entlastung stattfindet, selbst wenn diese nur eine halbe Stunde lang ist. Eine positive Unternehmenskultur ist hierbei ebenfalls förderlich. Niemand sollte für Pausen belächelt werden oder diese aus falschem Zwang nicht nehmen. Als Team arbeiten alle gemeinsam am Erfolg - dazu gehört auch, zu Schwächephasen zu stehen und verdiente Auszeiten zu nehmen.

Burnout, die unterschwellige die Gefahr, kann im Zaum gehalten werden

Burnout schleicht sich unbemerkt ins Leben ein. Was anfänglich noch als "einfach Stress" gedeutet wird, wächst unterschwellig zu einer ausgemachten Erkrankung heran. Gründer müssen es nicht soweit kommen lassen. Das eigene Unternehmen steht auch ohne dauerhafte 80-Stunden-Woche am nächsten Tag noch.

Benötigen Sie weitere Tipps zur Prävention oder können Sie die gegebenen Ratschläge nicht umsetzen, oder fürchten Sie ein Burnout, dann sollten Sie professionelle Hilfe nicht scheuen. Damit drehen Sie das Spiel effizient und effektiv um - und machen aus dysfunktionalem Umgang mit Stress ein nachhaltig erfüllt und erfolgreich geführtes Berufs- und Privatleben.

Bildquelle @pixabay / rawpixel

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