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Der Traum von der Selbstständigkeit: Von der Gründung zur Unternehmensführung Teil II

Im ersten Teil dieses Artikels haben wir versucht gemeinsam mit Ihnen festzustellen, ob Sie ein Gründertyp sind und Ihnen dann die drei Bausteine der Planungsphase erläutert. Im zweiten Teil begleiten wir Sie weiter auf dem Weg zur Selbstständigkeit und erklären Ihnen, wie Sie einen Businessplan erstellen, die passende Finanzierung für Ihr zukünftiges Unternehmen finden und die letzten Vorbereitungen treffen, bevor Sie Ihr eigener Chef sind.


Der Businessplan reflektiert die Idee
Um die Erstellung eines Businessplanes kommt kein Gründer herum. Je detaillierter er ist, desto besser haben Sie sich mit Ihrem Vorhaben auseinandergesetzt. Dadurch ergeben sich für Sie mehrere Vorteile:

  • mögliche Risiken wurden einkalkuliert
  • Finanzierungsverhandlungen verlaufen einfacher


Es lohnt sich also, viel Zeit in die Erstellung eines Businessplans zu investieren. Wer dabei Schwierigkeiten hat, kann einen Experten zurate ziehen.


In einem Businessplan sollten folgende Punkte enthalten sein:

  • Kurzfassung: Der Anfang des Businessplans besitzt, wie jedes andere umfassende Dokument, eine Kurzfassung des Inhaltes, in diesem Fall das Gründungsvorhaben.
  • Geschäftsidee: In diesem Abschnitt wird die Geschäftsidee ausführlich beschrieben: Wer ist die Zielgruppe? Wie gewährleisten Sie, dass das Angebot erfolgreich wird? Welche Marktstrategien verfolgen Sie?
  • Produktbeschreibung: Hier gibt es genügend Platz, um die eigenen Produkte und/oder Dienstleistungen genau zu beschreiben. Erläutern Sie, wie Ihr Angebot aussieht, welche Besonderheiten es gibt und wie das Alleinstellungsmerkmal aussieht. Was macht diese Produkte beziehungsweise Dienstleistungen besser als die der Konkurrenz?
  • Marktanalyse: Wie wir bereits im ersten Teil dieses Artikel erwähnten, ist es empfehlenswert, in einen Markt einzusteigen, der einem bestens bekannt ist. In diesem Abschnitt können sie zeigen, wie gut Sie die gewählte Branche kennen. Beschreiben Sie Ihre Zielgruppe, was Sie über sie wissen und wie viel Sie für Ihr Produkt ausgeben wird. Klären Sie auch, wo und wie Sie Ihr Produkt verkaufen werden.
  • Marketing: Kein Produkt lässt sich ohne Marketing verkaufen. Machen Sie sich an dieser Stelle Gedanken darüber, wie Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung an die Zielgruppe bringen. Erstellen Sie einen Zeitplan mit Etappen, in denen Sie sich diverse Ziele setzen. Nennen Sie gegebenenfalls bereits vorhandene Kontakte, über die Sie zum Beispiel Presseartikel veröffentlichen können.
  • Personalplanung: Betreiben Sie Ihr Unternehmen alleine oder möchten Sie sofort Personal einstellen? Erläutern Sie in diesem Abschnitt, welche Qualifikationen Sie von Ihren Mitarbeitern verlangen. Besitzen Sie selbst berufliche Erfolge, die Sie vorweisen können?
  • Chancen / Risiken: Keine Geschäftsidee ist ohne Risiken, an dieser Stelle können Sie zeigen, dass Sie den Risiken bewusst sind. Was geschieht, wenn bestimmte Ereignisse eintreten oder Ziele nicht erreicht werden? Wie reagieren Sie, wenn sich der Markt verändert?


Gerade der letzte Punkt ist wichtig für Kreditgeber. Sie möchten sehen, dass der Gründer die Gründungs eines Unternehmens nicht überschätzt und auf die leichte Schulter nimmt. Die Präsentation eines Best-Case- und Worst-Case-Szenarios ist von großer Wichtigkeit.


Um Ihnen einen Denkanstoß zu geben: 1871 wurde Ackermann Versand als Europas erstes Versandhaus gegründet. Nach zahlreicher Expansionen geriet das Unternehmen und viele andere Versandhäuser durch den Boom des Internethandels in Bedrängnis. Ackermann entschied sich dazu, einen eigenen Onlineshop unter ackermann.ch zu eröffnen. Überlegen Sie sich, was Sie tun würden, wenn Sie in eine ähnliche Situation gerieten.

Gute Planung erleichtert die Finanzierung
Die Gründung eines Unternehmens lässt sich in etwa mit einem Hausbau oder -kauf vergleichen. In beiden Fällen müssen die Beteiligten viel planen und kalkulieren - es handelt sich nämlich um ein Vorhaben fürs Leben. Die sorgfältige Planung macht die Finanzierung um einiges einfacher. Diese beginnt, wie zuvor erwähnt, beim Businessplan. Je sorgfältiger er ausgearbeitet ist, desto einfacher fällt es, einen Kredit zu erhalten. Gründer müssen dem Kreditinstitut mit ihrem Businessplan die eigenen Visionen mit Fakten präsentieren.


Wer bereits ein Haus gebaut oder gekauft hat und sich mit der Finanzierung auseinandergesetzt hat, weiß, wie schwierig die Berechnung ist. So stellen sich auch Gründer die Frage: Wie gehe ich die Finanzierung an? Zunächst wird mit der Kapitalbedarfsplanung begonnen. Unternehmer müssen überlegen, wie viel Geld sie vor der Gründung, für die betriebliche Anlaufphase, zur Sicherung des Lebensunterhaltes, zur Finanzierung des Kapitalbedarfs und Fremdfinanzierung des Kapitalbedarfs benötigen.


Bei der Ermittlung des Kapitalbedarfs beginnt man zunächst bei den Anlaufkosten und den notwendigen Investitionen:

  • Wie viel Geld benötige ich langfristig für Grundstück, Maschinen, Fahrzeuge, Gebäude, etc.?
  • Wie viel Geld benötige ich kurz- und mittelfristig für Einrichtung, Außenstände, etc.?
  • Wie hoch muss meine Reserve für Unvorgesehenes sein?
  • Wie sehen die laufenden Kosten aus?
  • Wie viel kostet die Gründung selbst?
  • Welche Kosten fallen vor dem Unternehmensstart an?


Nachdem diese Fragen geklärt und ein grober Überblick geschaffen wurden, überlegen Sie sich, wo Sie sparen können:

  • gebrauchte statt neue Büroeinrichtungen, Maschinen, Anlagen, etc.
  • Leasing statt Neukauf ist in der Gründungsphase günstiger, langfristig aber teurer
  • Kooperationen mit anderen Unternehmen für die Produktion ähnlicher Produkte
  • umweltbewusster Umgang mit Energie


Wichtig: Vergessen Sie bei der Planung niemals den Punkt Liquidität. Für ein Unternehmen ist nichts wichtiger als die permanente Zahlungsfähigkeit. Erstellen Sie Liquiditätspläne, in denen die fälligen Ausgaben den Einnahmen gegenübergestellt werden.


Das richtige Finanzierungsmodell finden
Die Finanzierung eines Unternehmens ist, je nach Idee und angestrebten Zielen, sehr kostenintensiv. Gründer müssen sich in diesem Fall die Frage stellen, ob sie ihr eigenes oder fremdes Geld zur Finanzierung nutzen. Nur wenige Gründungswillige werden bereit sein, ihr erstes Unternehmen komplett mit den eigenen Mitteln zu finanzieren, da das Risiko schlichtweg zu groß ist. Letztendlich bleibt ihnen nur der Einsatz von Fremdkapital übrig, also Bankkredite oder Förderkredite.


Grundsätzlich gilt: Eigenes Geld verschafft Unabhängigkeit von Fremdkapital. Je mehr Kapital man allerdings hat, desto leichter ist es, das Unternehmen zu führen. Es ist sinnvoll, eine Balance zwischen Eigenkapital und Fremdkapital zu finden.


Fällt die Entscheidung, einen Bankenkredit zu nutzen, hilft eine ausführliche Vorbereitung und Planung auf das anstehende Interview. Der Gründer muss nicht nur seinen Businessplan bis ins kleinste Detail kennen und Fragen beantworten können, sondern sollte vorab auch das passende Kreditprogramm wählen. Bei der Wahl des Geldinstituts empfiehlt es sich, zunächst die Hausbank zu wählen. Diese kennt die Bonität des Gründers bereits und die Chancen sind dementsprechend hoch. Sollte der Kreditantrag dennoch abgelehnt werden, ist es sinnvoll, nach den Gründen zu fragen, um die Fehler für das Gespräch mit der nächsten Kreditanstalt zu beheben.


Habe ich alle Vorbereitungen getroffen?
Wenn alle Vorbereitungen getroffen wurden, macht es Sinn, abschließend noch mal das ganze Konzept durchzugehen. Beginnend bei der Frage, ob Sie selbst ein Gründertyp sind und ein Unternehmen selbst führen möchten, über die Ideenfindung, Beratung und Wahl der Gründungsform bis hin zur Erstellung des Businessplans und Finanzierung des Unternehmens.


Werden Sie sich auch darüber bewusst, welche Steuern Sie in Zukunft zahlen müssen (Einkommenssteuer, Gewerbesteuer, Umsatz- und Lohnsteuer), welche betrieblichen Versicherungen nötig sowie empfehlenswert sind und wie Sie fürs Alter vorsorgen können.


Haben Sie an alles gedacht? Dann steht Ihnen nichts mehr im Wege.

Artikelbild: Creative Commons by photosteve101 / Flickr.com
Gute Planung erleichtert die Finanzierung: Creative Commons by All in One Training / Flickr.com

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