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Erste Hilfe im Betrieb: Tipps für den Notfall

Egal ob Textilbranche, Industrie oder Konditorei: In jeder Branche lauern Risiken am Arbeitsplatz. Trotz aller Vorsichtsmassnahmen, die im Rahmen der Arbeitssicherheit von Franchisegebern und Franchisenehmern getroffen werden, kann es zu Unfällen und Verletzungen kommen. Die Erste Hilfe kann Leben retten. Dieser Beitrag informiert über wesentlichen Faktoren zur korrekten Vorgehensweise bei Ernstfällen und enthält die wichtigsten Notruf-Nummern.

Arbeitgeber in der Pflicht

Jeder Unternehmer ist verpflichtet die Erste Hilfe für den Betrieb zu organisieren. Dazu gehört nicht nur die Bereitstellung aller nötigen Erste-Hilfe-Materialien, sondern auch die Ausbildung von Ersthelfern. Sie können im Notfall lebensrettende Sofortmassnahmen durchführen. Jeder Mitarbeiter muss über die Ersthelfer informiert werden. Doch zunächst zum Material:

Grundlage bildet hierbei Artikel 36 der Verordnung 3 Arbeitsgesetz. Zum einen besagt dieser, dass die erforderlichen Mittel für die Erste Hilfe stets verfügbar und gut erreichbar sein müssen. Überall dort, wo es durch die jeweiligen Arbeitsbedingungen erforderlich ist, müssen diese zu finden sein. Zum anderen sind Sanitätsräume nötigenfalls einzurichten. Dies ist ab einer bestimmten Betriebsgrösse mit besonderen Gefahren der Fall. Eine Kennzeichnung von Erste-Hilfe-Material und Sanitätsräumen ist Pflicht. Die Kennzeichnung erfolgt mit dem international gültigen Zeichen des weissen Kreuzes auf grünem Hintergrund.

Bei kleineren Betrieben, wie zum Beispiel einer Bäckereifiliale ohne Produktionslinie mit minimalen Risiken für das Personal, kann ein Erste-Hilfe-Kasten ausreichend sein. Dieser sollte alle nötigen Bestandteile für die Erste Hilfe beinhalten wie zum Beispiel Verbands- und Desinfektionsmaterialien. Neben einfachen Modellen kann auf umfangreich ausgestattete Erste Hilfe-Koffer für Unternehmen zurückgegriffen werden, wie sie unter anderem der Fachhändler für Arbeitsschutz Engelbert Strauss verkauft. Sie enthalten auch Handschuhe, Kompressen, Rettungsdecken und viele andere Utensilien für eine sorgfältige Versorgung von Verletzten. In grösseren Unternehmen müssen Erste-Hilfe-Materialien an unterschiedlichen Stellen hinterlegt werden, damit bei Bedarf überall Erste Hilfe geleistet werden kann.

Näheres zur Ausbildung von Ersthelfern ist der Internetpräsenz der Schule für Notfallmedizin zu entnehmen.

Das Ampel-Schema

Um Mitarbeitern eine Hilfestellung für Notfälle zu geben, hat sich das Ampel-Schema bewährt. Es sollte in Form von Aushängen inklusive Notfall-Rufnummern an verschiedenen Stellen auf dem Betriebsgelände platziert werden. Das Ampel-Schema ist in erster Linie von drei einfachen Schritten geprägt:

  1. Schauen
  2. Denken
  3. Handeln

Was im Detail darunter verstanden wird, hat der Schweizerische Samariterbund auf einem Merkblatt zusammengefasst. Es lässt sich bequem herunterladen, ausdrucken und aufhängen. Zur schnellen Übersicht wurden die wichtigsten Notfallnummern tabellarisch dargestellt:

AnsprechpartnerNotruf
Sanität144
Feuerwehr118
Polizei117
Europäischer Notruf
112
Tox-Zentrum (Vergiftungen)145
Rega (Schwerverletzte)1414

Blutungen stillen

Bei vielen Betriebsunfällen kommt es nach Unfällen zu Blutverlust. Um diesen möglichst schnell einzudämmen, muss die Blutung umgehend gestillt werden. Lebensgefahr besteht bereits dann, wenn innerhalb einer kurzen Zeitspanne mehr als ein Liter Blutverlust zustande kommt. Das sofortige Stoppen der Blutung ist elementar für das Überleben. Folgende Tipps helfen beim Behandeln:

  • Zunächst ist es empfehlenswert beim Behandeln einer blutigen Wunde Handschuhe zu tragen, zum Schutz vor ansteckenden Erkrankungen wie Hepatitis B.
  • Befindet sich die Verletzung an Armen oder Beinen, ist zunächst zu prüfen, ob das Körperteil gebrochen ist. Ist dies nicht der Fall, sollte Arm beziehungsweise Bein hochgehalten werden, um den Blutverlust zu verringern. Mit Kompressen, einem Tuch oder einem Handtuch muss nun Druck auf die Wunde ausgeübt werden. Reicht dies bereits, um die Blutung zu stillen, wird im nächsten Schritt der Rettungsdienst alarmiert. Der Verletzte darf bis zum Eintreffen eines Arztes nicht unbeaufsichtigt sein.
  • Reicht der einfache Druck auf die Wunde nicht, um die Blutung zu kontrollieren, muss ein Druckverband hergestellt werden. Dazu wird die Kompresse oder das Tuch, das sich bereits auf der Wunde befindet mit zusätzlichem Material ergänzt, das für den Druckverband genutzt wird. Der Verband wird über dem Druckpolster platziert und straff verknotet. Bei Bedarf einen zweiten Druckverband anbringen.
  • Nach erfolgreichem Platzieren des Druckverbands wird das blutende Körperteil erhöht gelagert und ruhig platziert. Einzige Ausnahme: Ein Knochenbruch.
  • Spätestens jetzt wird der Rettungsdienst informiert.

Körpercheck: Verletzte richtig untersuchen

Eine weitere wichtige Aufgabe der Ersten Hilfe besteht im sorgfältigen Check des gesamten Körpers eines Verletzten. Wichtig ist hierbei, dass der Check in der korrekten Reihenfolge erfolgt. Zunächst sollte der Verletzte zum ruhigen Liegen aufgefordert werden. Anschliessend können Ersthelfer den Körper des Betroffenen untersuchen. Die Vorgehensweise ist immer gleich: Der Verletzte wird ausgehend vom Kopf bis hin zu den Füssen überprüft. Mit festen Griffen lässt sich zügig feststellen, wo Verletzungen entstanden sind. An Bauch und Brustkorb ist allerdings Vorsicht geboten. Hier darf nur leicht abgetastet werden, um Verletzungen nicht zu verschlimmern. Nach dem die Arme kontrolliert wurden, sollte der Verletzte die Hände des Ersthelfers drücken, um eventuelle Lähmungen festzustellen. Störungen der Sensibilität können durch Kneifen in Gliedmassen erkannt werden. Der Beckenbereich ist bei der Ersten Hilfe auszulassen. Das Risiko hierbei Blutungen und zusätzliche Verletzungen auszulösen ist bei Laien zu gross. Diese Körperregion dürfen ausschliesslich Fachkräfte behandeln. Um negative Auswirkungen an der Wirbelsäule zu vermeiden, dürfen zudem die Beine erst nach vorsichtiger Fixierung der Kniegelenke abgetastet werden. Die Tabelle des Samariterbunds dient der Orientierung beim Bodycheck:

Weiterführende Hinweise und Fakten zum Thema Unfallverhütung hat die Koordination Schweiz online zusammengefasst.

Fotos Nachweis (Meditations, OpenIcons, Hans) https://pixabay.com 

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