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Pro und Contra von Lebensmittelverpackungen

Egal ob Franchise-Geber oder Franchise-Nehmer, Händler oder Produzent: In der Lebensmittelbranche spielen Verpackungsmaterialien generell eine große Rolle. Aufgrund der zunehmenden Sensibilität der Verbraucher in Bezug auf den Umweltschutz sind Betriebe bemüht auf unnötige oder ökologisch bedenkliche Lebensmittelverpackungen zu verzichten. Dass gewisse Verpackungsmaterialien eine Existenzberechtigung haben, wird beim Blick auf die teilweise strengen Vorschriften deutlich. Darüber hinaus erfüllen Verpackungen wertvolle Aufgaben hinsichtlich der Verkaufsförderung. Dieser Artikel gibt einen Einblick in die Vor- und Nachteile von Lebensmittelverpackungen und zeigt auf, welche Lösungen denkbar sind.

  • Pro – Unverzichtbare Schutzhülle

Ein unverpackter Verkauf von Lebensmitteln würde sich im Handel angesichts der großen Artikelvielfalt von teilweise weit über 15.000 Produkten überaus schwierig gestalten. Eine erhebliche Reduzierung des Sortiments wäre unumgänglich. Auch wenn der Endkunde eine umweltfreundliche Geschäftsphilosophie erwartet, der Verlust in Sachen Auswahl wäre für die meisten Verbraucher nicht annehmbar. Nicht zu vergessen die Auswirkungen auf den Einkaufsalltag. Bei offenen und unverpackten Artikeln würden sich beispielsweise die Wiegevorgänge in den Lebensmittelabteilungen massiv vervielfältigen. Der damit einhergehende Zeitaufwand wäre in Supermärkten mit mehreren tausend Kunden täglich untragbar.


Zudem würden sich gewisse Angebote ohne eine Verpackung gar nicht realisieren lassen, wie beispielswiese kochfertige Lebensmittel. Dies gilt sowohl in hygienischer als auch in organisatorischer Hinsicht. Die große Verarbeitungstiefe sowie der hohe Convenience-Grad des mittlerweile üblichen Lebensmittelsortiments machen einen völligen Verzicht auf Verpackungen unmöglich. Ein Konzept mit unverpackten Artikeln wäre erst im Bereich des Machbaren, wenn Verbraucher bereit wären wieder mehr Zeit mit der Zubereitung von unverarbeiteten Lebensmitteln zu verbringen und die gewohnte Bequemlichkeit aufzugeben.

Die Kunst wird künftig darin bestehen die Gradwanderung zwischen Umweltschutz und Verkaufsalltag zu meistern. Die Erhöhung des Anteils von unverpackten Lebensmittel zu erhöhen, ist ein realistisches Ziel, das es anzustreben gilt. Voraussetzung für ein Umdenken besteht in einer leichten Umsetzbarkeit und der Kundenakzeptanz .  Was für kleinere Kundenkreise schon heute funktioniert, könnte künftig in abgewandelter Form für die gesamte Lebensmittelindustrie sowie den Handel gelten.


Ein Pluspunkt ist der Verpackungsindustrie aufgrund des Wandels hin zu ökologisch sinnvollen Alternativen anzurechnen. Als Beispiel dient das deutsche Unternehmen Rausch mit Sitz in Augsburg, das Lebensmittel-Hersteller und Händler in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Verpackungen versorgt. Unter https://www.rausch-packaging.com/ch_de/ präsentiert Rausch als FSC- und PEFC-zertifizierter Spezialist für Verpackungsmaterialien unter anderem Kartonagen aus nachhaltiger Waldwirtschaft. Ähnlich wie Rausch arbeitet ein Großteil der Verpackungsanbieter daran das Sortiment nachhaltig zu gestalten. Das Spektrum reicht von umweltfreundlichen Beuteln aus Maisstärke bis hin zu kompostierbaren Cellulose-Folien.

  • Contra – Umweltbelastung erfordert Umdenken

Die Verpackungs-Regelungen der EU sind für die Schweiz nicht bindend. „Dennoch sind die Behörden im Interesse eines unbehinderten Warenaustausches mit dem Ausland bestrebt, die nationalen Vorschriften mit den Regeln der EU zu harmonisieren“, so der Hinweis des Bundesamts für Umwelt unter http://www.bafu.admin.ch/abfall. Die Schweiz verfügt zwar nicht über eine generelle Verpackungsverordnung, regelt Verpackungsarten oder Eigenschaften aber in individuellen Vorschriften. Im Bereich Lebensmittel gibt es besondere Bestimmungen, die in einer Vielzahl von Erlassen verteilt ist, was die Klärung im Einzelfall erschwert. Beispielsweise kann es sein, dass kantonale Behörden zusätzliche Regeln aufgestellt haben, die es zu beachten gilt.

Trotz der Tatsache, dass die Schweiz bereits seit mehr als 20 Jahren bestrebt ist Verpackungsmaterialien zu optimieren und die Umweltbelastung so gering wie möglich zu halten, besteht teilweise massiver Nachholbedarf. Einer internationalen Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge, gehört die Schweiz mit 712 Kilogramm Müll pro Kopf zu den Ländern, die am meisten Abfall produzieren. „Nur die USA (725 Kilo) und Dänemark (751 Kilo) häufen noch mehr Abfall an“, wurde vom Nachrichtenmagazin unter http://www.handelszeitung.ch/ bestätigt. Ein nicht zu unterschätzender Anteil ist den Lebensmittelverpackungen zuzuschreiben. Die Menge an Lebensmittelverpackungen zu reduzieren, scheint somit ein unvermeidbares Ziel mit einem markanten Gesamtnutzen für die Bevölkerung.


„Original Unverpackt“ begeistert Franchise-Branche
Dass es auch völlig ohne Verpackungen gehen kann, beweist ein Verkaufsladen in der deutschen Hauptstadt Berlin. Der Supermarkt „Original Unverpackt“ im Stadtteil Kreuzberg eröffnete im Herbst 2014 und verzichtet auf Folien, Kunststoffummantelungen und Schutzhüllen für Lebensmittel. Die Gründerinnen Sara Wolf und Milena Glimbovski konzentrieren sich auf ein Sortiment mit rund 350 Artikeln. Die deutsche TV-Sendung „Plusminus“ berichtete bereits über „Original Unverpackt“ und fasste das Prinzip zusammen:

Das Konzept sorgte sogar in der Franchise-Branche für Aufsehen. Die Franchise-Anfragen reichten bis nach Südamerika und Australien. Möglicherweise könnte sich ein derartiges Geschäftsmodell auch in der Schweiz für Franchiser auszahlen. Dass ein Umdenken entscheidend für die Zukunft der Branche und den damit einhergehenden Warenaustausch mit EU-Staaten ist, liegt auf der Hand.


Zukunftsorientiere Konzepte in Richtung Green-Franchising werden in der Schweiz an Bedeutung gewinnen. Betriebe der Lebensmittelbranche, die einen Marktvorsprung gegenüber Mitbewerbern anstreben, sollten sich eingehend mit der Thematik beschäftigen. Möglicherweise ergeben sich lukrative Geschäftsideen.

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