Selbstständige und Freiberufler – die Wichtigkeit einer privaten Pflegeversicherung
Wir werden immer älter. Das bedeutet zum einen natürlich
ein längeres Leben. Doch der demographische Wandel wirkt sich auch auf den
Lebensstandard im Alter aus. Zahlreiche Rentner haben nicht genügend Geld, um
umfassend versorgt zu werden. Eine Zukunftsprognose besagt, dass die Zahl der
Demenzkranken bis zum Jahr 2013 auf 1,7 Millionen ansteigen wird. Eine Menge
Menschen, die einer tagtäglichen Rundumversorgung bedürfen. Jeder Einzelne
sollte demnach darauf achten, sich fürs Alter abzusichern. Freiberufler und
Selbstständige sind dabei zwar genauso betroffen, berufsunfähig zu werden, doch
da diese nicht automatisch in der gesetzlichen Pflegeversicherung Mitglied sind,
ist es für diese umso wichtiger, eine private Pflegeversicherung abzuschließen.
Zwar haben auch Freiberufler und Selbstständige die Möglichkeit in die private
Pflegeversicherung einzutreten, doch dies bedeutet für diese hohe Kosten und
nicht damit in Zusammenhang zu stellende Leistungen. Eine private
Pflegeversicherung lohnt sich demnach in jedem Fall. Das Angebot in diesem
Bereich ist groß und unter www.ergodirekt.de findet sich zum Beispiel eine Möglichkeit,
eine solche Pflegeversicherung abzuschließen. Im Voraus sollten
Versicherungsnehmer jedoch auch wissen, welche Möglichkeiten diesen dabei zur
Verfügung stehen.
Drei verschiedene Varianten der privaten
Pflegeversicherung
Pflegetagegeldversicherung: Bei der
Pflegetagegeldversicherung bekommen die Versicherten im Falle einer
Pflegebedürftigkeit täglich einen bestimmten Betrag ausgezahlt. Mit diesem soll
eine entsprechende Versorgung gewährleistet werden. Dieser Betrag wird zu Beginn
der Versicherung vereinbart. Von Experten wird empfohlen bei diesem Betrag
mindestens 50 Euro je Tag anzusetzen. Dabei muss dieses Geld nicht unbedingt für
die Versorgung genutzt werden. Auch das Zahlen der Miete oder Ähnliches ist
damit möglich. Die Verwendung ist somit individuell planbar. Drei Pflegestufen
werden bei der Pflegetagegeldversicherung unterschieden. Je nach Pflegestufe
erhalten die Versicherten verschiedene Höhen des vereinbarten Betrags. Bei
Pflegestufe eins gibt es nur einen geringen Anteil, bei Pflegestufe zwei bereits
einen höheren und bei der dritten Pflegestufe den vollen Betrag des Tagegelds.
Je nach Versicherung kann es aber auch sein, dass im Falle der Pflegestufe eins
keine Auszahlung erfolgt. Vor dem Abschluss einer solchen Versicherung sollte
darauf also geachtet werden. Auch einen Unterschied zwischen Frauen und Männern
gibt es dabei. Frauen zahlen deutlich mehr Beitrag, da diese eine längere
Lebenserwartung haben als Männer.
Pflegekostenversicherung: Bei der
Pflegekostenversicherung orientiert sich der gezahlte Betrag für die Pflege im
Alter nicht nach einem vereinbarten Tagessatz, sondern an den tatsächlich
aufkommenden Kosten für die Pflege. Die Versicherten müssen dabei jedoch die
Kosten anhand von Rechnungen belegen können. Je nach Tarifgruppe unterscheiden
sich aber die Zahlungen der Versicherungen enorm. Das heißt, dass nicht immer
eine vollständige Kostenübernahme durch die Versicherung gegeben ist.
Freiberufler und Selbstständige sollten die Tarife und die damit verbundenen
Leistungen daher in jedem Fall vergleichen.
Eine Pflegekostenversicherung sollte aber in jedem Fall die
folgenden Punkte enthalten:
- Jede einzelne Pflegestufe
- Die Möglichkeit, sowohl durch einen Pflegedienst als auch Angehörige gepflegt zu werden
- Versicherungsschutz, der lebenslang gilt
- Auch Hilfsmittel wie Rollstuhl oder Krücken sollten übernommen werden
- Auch barrierefreies Wohnen, wenn dieses notwendig wird, sollte übernommen werden
- Es sollte keine erneute Gesundheitsprüfung nötig sein, damit der Versicherungsschutz gilt
- Im Falle eines Unfalls sollten die Leistungen unkompliziert zur Verfügung stehen
Pflegerentenversicherung: Falls sich ein
Versicherungsnehmer für diese Art der Pflegeversicherung entscheidet, ist
ausschließlich die Pflegestufe von Bedeutung. Bei dieser Versicherung erhält der
Versicherte monatlich einen Betrag in einer bestimmten Höhe. Diese wird zu
Beginn des Abschlusses der Versicherung festgelegt. Ebenso wie bei der
Pflegetagegeldversicherung kann der Versicherungsnehmer über das Geld frei
verfügen. Flexibilität ist dabei also in jedem Fall gegeben. Je nach monatlicher
Einzahlung richtet sich dann auch die Höhe des Beitrags, der im Pflegefall
ausgezahlt wird. Meist kann man den Betrag im Laufe der Zeit auch anpassen. Es
kann ja sein, dass man in einigen Phasen des Lebens besser dasteht als in
anderen. Auch bei dieser Pflegeversicherung zahlen Frauen einen höheren Betrag
als Männer. Frauen haben eben eine längere Lebenserwartung als Männer.
Ab 2013 staatliche Förderung nutzen
All die
Selbstständigen und Freiberufler, die bisher noch keine Pflegeversicherung
gewählt haben, können sich freuen. Der Staat zahlt seit Beginn des Jahres 2013
eine Förderung. Diese beträgt 60 Euro jährlich, also fünf Euro
im Monat. Dazu ist jedoch ein Mindestbeitrag von 120 Euro von Nöten. Somit soll
gewährleistet werden, dass sowohl der Staat als auch der Versicherungsnehmer
einen angemessenen Betrag in die Pflegeversicherung einzahlt.
Zwar liegt bei vielen das Alter noch in weiter Ferne, doch je früher man
damit anfängt an die Pflege im Alter zu denken, umso besser. Gerade
Selbstständige und Freiberufler müssen sich besonders mit diesem Thema
auseinandersetzen!