Widerrufsrecht im Franchise-Glossar

Das Widerrufsrecht war ursprünglich nur ein Verbraucherschutzinstrument . Heute gilt es allerdings auch für Existenzgründer, so dass es auch im Rahmen von Franchiseverträgen einschlägig sein kann.

Anknüpfungspunkt ist eine Klausel im Franchise-Vertrag, in der sich der Franchise-Nehmer zum wiederholten Bezug von Sachen verpflichtet. Beim Warenfranchising ist eine solche Regelung natürlich unumgänglich. Aber selbst beim Dienstleistungsfranchising gibt es (jedenfalls im geringen Umfang) häufig die Pflicht des Franchise-Nehmers, bestimmte Produkte zu beziehen. Eine solche Pflicht im Franchise-Vertrag löst gem. §§ 510, 512 BGB das Bestehen des Widerrufsrechts aus.

Wenn ein Widerrufsrecht besteht, muss der Franchise-Nehmer über dieses Recht belehrt werden. Denn ohne korrekte Belehrung wäre der Franchise-Nehmer über ein Jahr und 14 Tage zum Widerruf berechtigt. Bei korrekter Widerrufsbelehrung ist hingegen das Widerrufsrecht nach 14 Tagen endgültig abgelaufen.

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