2/28/2019

Aktuelle Trends in der Intralogistik – Update für Franchise-Nehmer der Logistik-Branche

 

 

Wer sein eigenes Unternehmen leiten möchte, kann sich entweder mit einer innovativen Geschäftsidee selbstständig machen oder Franchise-Nehmer werden. Vor allem der E-Commerce verspricht Franchise-Nehmern gegenwärtig Erfolg. Kunden erwarten dabei zunehmend individuelle Lösungen, gerade auch im Bereich der Intralogistik. Das sind die aktuellen Trends.

Die Branchen, in denen man selbst Franchise-Nehmer werden kann, sind zahlreich. Von beratenden Tätigkeiten über Fitness und Wellness bis zu Gastronomie und Lieferservice ist alles möglich. Wer über genügend logistische Kompetenzen verfügt, kann sich die Markenbekanntheit von erfolgreichen Franchise-Systemen in der Logistik-Branche zunutze machen, denn diese befindet sich aufgrund des steigenden Umsatzes im E-Commerce auf der Überholspur.

 

 

E-Commerce-Boom für Franchise-Nehmer interessant

Dass der E-Commerce in den letzten Jahren immer mehr Marktanteile gewonnen hat, belegt der E-Commerce Report Schweiz 2018. So bestellten Schweizer Verbraucher im Jahr 2017 im Vergleich zu 2016 10 Prozent mehr Waren online. Dieser Anstieg zeigt, dass immer mehr Schweizer für die Bestellung von Gütern Online-Kanäle wählen, anstatt in stationären Geschäften einzukaufen. Das hat oft mit Bequemlichkeit und der Verfügbarkeit von Waren zu tun, denn während man beim Einkaufen im regionalen Handel Zeit und Aufwand in Kauf nehmen muss, ohne zuvor zu wissen, ob der Wunschgegenstand verfügbar ist, hat man auf dem elektronischen Weg eine viel grössere Auswahl sowie Informationen über den tatsächlichen Bestand.

 

 

Was die Intralogistik im Unternehmen leisten sollte

Doch die bestellte Ware muss auch ihren Weg zum Kunden finden. Dafür zuständig ist die Logistik-Branche, also alles von der Intralogistik über den Warenfluss bis hin zur eigentlichen Auslieferung. Franchise-Nehmer können ein erfolgreiches Franchise-System in der Branche übernehmen und so beispielsweise individuelle Leistungen in der Intralogistik für Unternehmen anbieten. Das ist auch nötig, denn das hohe Sendungsvolumen stellt den Markt vor immer grössere Herausforderungen.

Für die Bewältigung des Material- und Warenflusses innerhalb eines Unternehmens ist die Intralogistik zuständig. Sie umfasst etwa den Warenumschlag mit Wareneingang und -ausgang, die Steuerung und Organisation des Materialflusses sowie den Informationsstrom, damit die Prozesse und Mechanismen reibungslos ineinandergreifen. Die Grundlage dafür bilden Lager- und Fördersysteme sowie flexible Transportmöglichkeiten wie Stapler oder Hubwagen.

Doch je nach Ware sind solche Systeme für viele Kunden oftmals nicht ausreichend, sodass man immer mehr den Fortschritt von Technik und Digitalisierung in den innerbetrieblichen Materialfluss integriert, um flexible und intelligente Systeme für den Warenumschlag anbieten zu können.

 

 

Augmented Reality: Schrittweise durch die Reparatur

Franchise-Nehmer, deren tägliches Geschäft es ist, ihren Kunden individuelle Intralogistik-Lösungen anzubieten, sollten deshalb immer über den neuesten Stand der Technik und aktuelle Trends im Bilde sein. Neuentwicklungen in dem Bereich dienen in erster Linie der Sicherheit und Überwachung der Waren; oft geht es jedoch auch darum, den Menschen noch stärker bei seinen Arbeitsabläufen zu unterstützen. Ein grosser Trend in der Logistik-Branche ist deshalb Augmented Reality, zu Deutsch: erweiterte Realität. Bei dem Konzept lässt sich das real Vorhandene mittels technischer Geräte um virtuelle Inhalte erweitern. Anders als bei der Virtual Reality, bei der eine komplett eigene Welt erschaffen wird, ergänzt Augmented Reality lediglich die wahrgenommene Realität, etwa durch Texte, Grafiken, Bilder oder Videos.

Doch wie kann der Einsatz dieser Technik Arbeiter in der Intralogistik unterstützen? Das zeigt ein prototypischer Anwendungsfall von Zühlke, Partner für Business-Innovation, in Kooperation mit Jungheinrich, Hersteller von Flurförderzeugen, mit denen man Waren im Lager von A nach B bewegen kann. Mithilfe der Microsoft HoloLens soll ein Juniortechniker in Zukunft einen Stapler reparieren können, indem ihm Hologramme eingeblendet werden, auf die er per Sprachsteuerung reagieren kann. So hat er beide Hände frei und wird durch die einzelnen Schritte der Reparatur geleitet. Solch ein digitales Verfahren sorgt nicht nur für mehr Sicherheit, sondern auch für eine effizientere Reparatur, die den Warenumschlag weniger beeinträchtigt.

 

 

Unbemannte Flugobjekte: Schnelle Inventuren möglich

Für ein erfolgreiches Unternehmen ist es zudem wichtig, einen genauen Überblick über den Bestand im Lager zu haben. Während eine Inventur bis dato ein langwieriges Zählen durch die Mitarbeiter erforderte, soll diese Arbeit in Zukunft von Drohnen erledigt werden. Die BLG Logistics Group sowie das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik testen Drohnen aktuell zur Automatisierung von Bestandsaufnahmen in der Lagerlogistik. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Drohne kann die Inventur unabhängig vom Lagerbetrieb durchführen und bringt gerade in Block- und Palettenlagern eine Zeitersparnis, wenn sie durch die Gänge fliegt und Waren automatisiert scannt. Doch nach wie vor ist die Nutzlast, die eine Drohne tragen kann, begrenzt. Kleine Teile mit einem Gewicht von bis zu zwei Kilogramm kann sie transportieren, für schwere Gegenstände gibt es aktuell keine Alternative zu Staplern.

 

 

Digitalisierung: Alles ist vernetzt

Der technische Fortschritt und die Digitalisierung machen solche innovativen Intralogistik-Lösungen für die Zukunft möglich. Dabei lässt sich das Ausmass der Digitalisierungsmöglichkeiten für die Intralogistik noch längst nicht ermessen. Sollen die verschiedenen Prozesse in der internen Logistik ineinandergreifen, müssen die verschiedenen Stationen und Geräte im Lager sowie die Informations-, Waren- und Ressourcenströme vernetzt werden. Dies ermöglichen cloudbasierte Warehouse-Management-Systeme, die wichtige Daten zur Analyse sammeln, anhand derer der Materialfluss noch effizienter gestaltet werden kann.

Interessant werden solche Cloud-Technologien vor allem dann, wenn man als Franchise-Nehmer Intralogistik-Lösungen für Kunden anbietet, die mehrere Unternehmensstandorte betreiben. Denn die Daten aus einem Lager können gesammelt und standortübergreifend verwendet werden. So kann man zwischen den einzelnen Lagern Vergleiche ziehen, durch die sich Materialfluss-Prozesse strategisch und effizient optimieren lassen. Denkbar ist zum Beispiel, verschiedene Intralogistik-Lösungen in den diversen Standorten zu integrieren, um anhand von Big-Data-Analysen die besten Optionen für das jeweilige Unternehmen zu bestimmen. So können Franchise-Nehmer in der Logistik-Branche für ihre Kunden erfolgreich individuelle Lösungen bereitstellen.

 

Bildquelle: 
pixabay © 
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