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Was ist KMU? (Definition)



Wofür steht die Abkürzung KMU?

Begriffserläuterung: Die Abkürzung KMU steht für kleine und mittlere Unternehmen und wird gelegentlich auch für mittelständische Unternehmen verwendet. In Österreich ist die Bezeichnung Klein- und Mittelbetriebe (KMB) üblich. International hat sich die englische Benennung Small and Medium sized Enterprise (SME, seltener SMB mit B für Business) etabliert.

  • Siehe auch das folgende Erklärvideo "BWL Basics: Klein- und Mittelunternehmen (KMU) / Mittelstand"

KMU: Kleinunternehmen und Mittlere Betriebe

Die Klassifikation KMU ist unabhängig von der Rechtsform oder Eigentümer-Struktur. Sie bezieht sich auf die Abgrenzung zu Großunternehmen nach Umsatz-, Bilanz- oder Beschäftigtenzahlen.

Nach der EU-Empfehlung 2003/361 zählen Unternehmen zu den KMU, die nicht mehr als 249 Beschäftigte, einen Jahresumsatz von maximal 50 Millionen Euro oder eine Bilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro ausweisen. Diese Neuregelung gilt seit dem 1. Januar 2005 gilt und berücksichtigt bei den relevanten Umsatz- und Bilanzwerten die wirtschaftliche Entwicklung. Bei der Berechnung der Mitarbeiterzahlen und der finanziellen Schwellenwerte sind etwaige Verflechtungen mit anderen Unternehmen zu berücksichtigen.

Das Institut für Mittelstandsforschung/IfM Bonn grenzt den KMU-Begriff nach Größenmerkmalen weiter ein:

  • Kleinstunternehmen bis 9 Beschäftigte und 2 Mio. Euro Umsatzerlös
  • Kleine Unternehmen bis 49 Beschäftigte und 10 Mio. Euro Umsatzerlös
  • Mittlere Unternehmen und KMU zusammen bis 499 Beschäftigte und 50 Mio. Euro Umsatzerlös

Seit dem 01.01.16 hat der IfM die KMU-Definition an die der EU-Kommission angepasst, wodurch eine Harmonisierung im Kleinst- und Kleinunternehmenssegment erreicht wird. Für mittlere Unternehmen liegt der Schwellenwert des IfM Bonn als deutsche Besonderheit unverändert bei 499 Beschäftigten.

Familienbetriebe, Mittelständler und Franchise-Unternehmen

Viele KMU sind Familienbetriebe. Die Abkürzung ist auch ein Synonym für den Mittelstand, der als „Rückgrat der Wirtschaft“ in den deutschsprachigen Ländern bezeichnet wird. Hier zählen die weitaus meisten Unternehmen zu den kleinen bis mittleren Betrieben. Franchisenehmer sind in der Regel KMU.

Zur Klassifikation der Kleinbetriebe gehören auch Existenzgründer oder junge Selbstständige sowie Freiberufler, nebenberufliche Gründer oder Start-up-Unternehmer.

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