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Master-Franchising: Chance und Herausforderung

Im Master-Franchising werden umfassendere Lizenzen vergeben, als das im klassischen Franchising der Fall ist. Das bedeutet, dass Master-Lizenzen meist entweder für ganze Länder oder aber für größere Regionen vergeben werden. Die Aufgaben des Master-Franchisenehmers unterscheiden sich zudem deutlich von denen eines klassischen Franchise-Nehmers.

Was versteht man unter Master-Franchising?

Franchise-Systeme, die in anderen Ländern expandieren wollen, nutzen dafür immer wieder gerne das Konzept des Master-Franchising. So kann das eigene finanzielle Risiko relativ gering gehalten werden, da ja der Master-Franchisenehmer einen Großteil der Expansionskosten übernimmt. Oftmals beteiligt sich jedoch der Franchise-Geber auch einen Teil der Kosten der Pilotphase in dem jeweiligen Land und beansprucht dafür einen größeren Teil der künftigen Einnahmen durch Franchise-Gebühren.

In der Regel bringt der Master-Franchisenehmer das nötige regionale Know-how mit: Er muss letztendlich gemeinsam mit dem Franchise-Geber das Geschäftskonzept für den jeweiligen Markt anpassen. Denn tatsächlich variiert sogar das Angebot des Franchise-Riesen McDonald’s länderabhängig. Deshalb sind ein oder mehrere Pilotbetriebe im jeweiligen Zielland üblich, die ebenfalls von dem Master-Franchisenehmer betrieben werden. 

Wenn der Master-Franchisenehmer vom Franchise-Geber richtig unterstützt wird, kann die Anpassung eines Franchise-Konzeptes an einen neuen Markt deutlich schneller stattfinden, als die Entwicklung eines komplett neuen Franchise-Systems dauern würde. Dadurch bedingt kann auch die Expansion mit einzelnen Franchise-Nehmern früher starten, was insgesamt die internationale Expansion beschleunigen kann. 

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Master-Franchising bei richtiger Umsetzung eine sehr gute Möglichkeit zur internationalen beziehungsweise großflächigen Expansion bietet. Vom Master-Franchising zu unterscheiden ist das Area-Development , bei dem die Franchise-Nehmer ihren Vertrag direkt mit dem Franchise-System abschließen und nicht mit dem Area-Developer.

Chancen im Master-Franchising

Beim „klassischen“ Franchising geht man von einem Existenzgründer aus, der sich mit einem funktionierenden und etablierten Geschäftskonzept mit bekannter Marke selbstständig macht. Beim Master-Franchising hingegen warten auf den Master-Franchisenehmer ganz andere Aufgaben: Alleine die benötigte Investitionssumme (sechs- bis siebenstellig) ist ein gravierendes Ausschlusskriterium für viele Gründer. Wer jedoch über die finanziellen Mittel verfügt und eine entsprechende Herausforderung sucht, könnte sich für Master-Franchising interessieren.

Master-Franchisenehmer sollten den lokalen Markt sehr gut kennen und über betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügen. Hilfreich sind zudem Führungserfahrung und Fachwissen im Bereich Franchising. Geeignete Master-Franchisenehmer kommen daher typischerweise aus dem Management-Bereich oder anderen Führungspositionen. Die Selbstständigkeit als Master-Franchisenehmer ist für diese Zielgruppe eine Chance zur beruflichen Verwirklichung.

Zu den Aufgaben der Master-Franchisenehmer zählen zunächst die Anpassung des Geschäftskonzepts an das Zielland und das Testen mit mindestens einem Pilotbetrieb. Wenn diese Phase abgeschlossen ist, kann die Suche nach Franchise-Nehmern für das Gebiet des Master-Franchisenehmers beginnen. Der Master-Franchisenehmer übernimmt nun die Aufgaben eines Franchise-Gebers . Franchise-Nehmer müssen gesucht, ausgebildet und betreut werden. Dafür erhalten die Master-Franchisenehmer die Franchise-Gebühren der Franchise-Nehmer.

Wer sich für Master-Franchising interessiert und nach konkreten Angeboten sucht, findet im FranchisePORTAL eine Vielzahl internationaler Franchise-Systeme , die entsprechend qualifizierte Master-Franchisenehmer suchen. 

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